Vorsorge (7)

Die Deutschen verzichten ausgerechnet auf solche Versicherungen, die wichtige existentielle Risiken absichern. So haben nur ein Bruchteil der Bürger eine Risikolebensversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Das geht aus der jüngsten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 des Statistischen Bundesamts hervor.

Ist es gesetzwidrig, dass auf betriebliche Riester-Verträge seit 2018 keine Kassenbeiträge in der Auszahlungsphase mehr bezahlt werden müssen, auf Direktversicherungen der betrieblichen Altersvorsorge aber schon? Nein, entschied nun das Bundessozialgericht mit einem aktuellen Urteil und schmetterte die Klage einer Rentnerin ab (Az.: B 12 KR 19/18 R).

Die Auswertung einer großen Krankenkasse zeigt: Viele Pflegebedürftige, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, erhalten die Pflegegrade 2 oder 3 zugesprochen. Einen höheren Pflegegrad erreicht nur jeder fünfte Patient. Auch deshalb ist Pflegevorsorge wichtig: Der Betreuungsaufwand ist hier schon hoch, aber das Geld oft nicht ausreichend.

Sich bereits in jungen Jahren mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigen? Vielen Jugendlichen scheint das völlig absurd. Das lässt sich doch auch noch auf später aufschieben, wenn man eine Familie gegründet, fertig studiert oder eine Ausbildung gemacht hat. Aber warum sollte man sich jetzt schon damit rumplagen?

Immer häufiger fehlen die Bundesbürger aufgrund psychischer Erkrankungen in ihrem Beruf. Das geht aus dem neuen Fehlzeitenreport einer großen Krankenkasse hervor. Fast jeder fünfte Fehltag ist mittlerweile dadurch bestimmt.

Man will ja gern mehr für die Gesundheit tun und müsste es auch — aber der innere Schweinehund streikt? So geht es vielen Menschen, wie die aktuelle Umfrage im Auftrag eines großen Versicherers zeigt. Fast jeder zweite Deutsche schätzt demnach seine Gesundheit als verbesserungsbedürftig ein.

Flexibel den Renteneintritt planen? Das wollen viele Bundesbürger. Viele fühlen sich mit der Regelaltersgrenze noch nicht so alt, um sich in den Ruhestand zu begeben, und finden im Beruf Sinn und Erfüllung. Andere wiederum sind schon mit 60 Jahren körperlich so kaputt, dass sie den Renteneintritt herbeisehnen. Aus diesem Grund hat nun die Deutsche Rentenversicherung (DRV) eine Broschüre mit dem Titel „Altersrentner — So viel können Sie hinzuverdienen“ veröffentlicht, in der sie über wichtige ...

Aktuelle Zahlen der Bundesregierung zeigen erneut: Nur jeder dritte Riester-Vertrag wird voll gefördert. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass viele Bürger Geld verschenken. Denn gerade durch die staatlichen Zuschüsse kann die Riester-Rente profitieren.

Der Ombudsmann der Versicherungen hat seine aktuelle Statistik für das Jahr 2018 vorgestellt. Daraus geht hervor, in welchen Sparten es den meisten Ärger gab. Mit Abstand führt die Rechtschutzversicherung die diesjährige Beschwerde-Hitliste an. Aber es gibt auch Positives zu vermelden: Die Zahl der Beschwerden ging insgesamt zurück.

Die ständigen Debatten über die Zukunft der Altersvorsorge scheinen die Bundesbürger zu verunsichern: eine INSA-Umfrage zeigt, dass das Vertrauen massiv gelitten hat. Betroffen sind alle Vorsorgeformen, gesetzliche, betriebliche und auch private Lösungen. Das ist ärgerlich, denn eine Verdrängung des Themas kann keine Lösung sein.

Auch das Jahr 2019 hält wieder einige Neuerungen für Versicherungskunden bereit, weil der Gesetzgeber tätig wurde und sich Steuer- und Freigrenzen ändern. Über einige wichtige News klärt nun der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf. Speziell bei den Betriebsrenten gibt es einige Änderungen.

Das es bei der Riester-Förderung auch zu Problemen kommen kann, zeigt ein aktueller Vorgang bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Aufgrund einer Panne wurden Zulagen für Sparer zu Unrecht zurückgebucht. Betroffen sind ungefähr 22.000 Personen. Ein Grund, die Riester-Unterlagen regelmäßig im Blick zu behalten - und auch mal einen Fachmann draufschauen zu lassen.

Aktuelle Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft lassen erneut vermuten, dass viele Menschen, die gegen Berufsunfähigkeit versichert sind, eine zu niedrige Summe vereinbart haben. Im Schnitt zahlen die Versicherer demnach knapp 630 Euro Rente im Monat aus. Langt das, um den Lebensstandard zu halten?

Pflegebedürftige Patienten, die auf stationäre Betreuung angewiesen sind, müssen im Pflegeheim immer höhere Kosten zahlen. Das zeigen aktuelle Daten der Privatversicherer. Allein seit Januar 2018 kletterte der durchschnittlich zu zahlende Eigenanteil um knapp 80 Euro auf 1.830,84 Euro im Monat.

Die Bundesregierung will etwas gegen Altersarmut tun. Am Freitag hat Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) bei einer Pressekonferenz erste Grundzüge vorgestellt, auf was sich die Bundesbürger bei der Reform der Rente in dieser Legislaturperiode einstellen können. Änderungen sind aber noch möglich, aktuell liegt nur ein Gesetzentwurf vor.

Deutlich mehr Bundesbürger sichern ihre Arbeitskraft mit einer Invaliditätsversicherung ab. Das berichtet die Versicherungswirtschaft am Montag. Und tatsächlich handelt es sich um einen wichtigen Schutz, wenn man seinen Lebensstandard auch nach einem vorzeitigen Aus im Beruf aufrecht erhalten will.

Im ersten Halbjahr 2018 haben die Alterungsrückstellungen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung erstmals 250 Milliarden Euro überschritten. Damit haben sie sich binnen zehn Jahren verdoppelt. Das berichtet der PKV-Verband aktuell. Eine gute Nachricht, denn die sogenannten Alterungsrückstellungen sind ein Sicherheitspuffer gegen steigende Versicherungsbeiträge im Alter.

Aktuelle Zahlen zeigen erneut, wie wichtig eine private Pflegezusatzversicherung ist. Wer in einem Pflegeheim stationär betreut werden muss, zahlt demnach im Schnitt monatlich 1.170 Euro Eigenanteil. Geld, das zusätzlich zu den Kosten finanziert werden muss, die durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgedeckt sind.

Am Montag hat das Analysehaus Morgen & Morgen erneut frische Zahlen zur Berufsunfähigkeitsversicherung vorgestellt. Dabei zeigt sich, dass psychische Krankheiten weiterhin wichtigste Ursache dafür sind, dass Menschen ihren Job vorzeitig aufgeben müssen. Der Anteil der BU-Fälle wegen psychischer Probleme ist sogar leicht angestiegen.

Ein Beschäftigter kann von seinem Arbeitgeber nicht einfach die Kündigung der Betriebsrenten-Direktversicherung mit Entgeltumwandlung verlangen, wenn er sich in einer finanziellen Notsituation befindet. Das hat das Bundesarbeitsgericht mit einem Urteil vom 26.04.2018 bestätigt (3 AZR 586/16). Grund ist, dass diese Vorsorgeform tatsächlich für das Alter genutzt werden soll.

Die gute Konjunktur macht es möglich: Rentner werden voraussichtlich auch ab Juli 2018 mehr gesetzliche Rente im Portemonnaie haben. Das teilte der neue Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) mit. Der Anstieg ist beachtlich: Während die Bezüge im Westen um 3,22 Prozent zulegen, geht es im Osten um knapp 3,37 Prozent rauf.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wird zu den wichtigsten Versicherungsarten überhaupt gezählt. Eine aktuelle Statistik der Versicherungswirtschaft zeigt nun, dass die Versicherer den Kunden nicht im Stich lassen. Mehr als drei von vier Anträgen auf BU-Rente werden positiv entschieden: und viele scheitern allein deshalb, weil sich der Antragsteller nicht mehr meldet.

Das Risiko berufsunfähig zu werden wird von vielen Deutschen unterschätzt. Knapp 60 Prozent nehmen demnach an, dass nur etwa jeder Zehnte vorzeitig seinen Beruf aufgeben muss. Die wirklichen Zahlen sind viel drastischer.