Krankenversicherung (3)

Wenn ein Versicherungsunternehmen seinen Sitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union hat, darf es auch deutschen Bürgern vom Ausland aus eine private Krankenvollversicherung anbieten. In diesem Zusammenhang spricht man von sogenannten EWR-Dienstleistern (Europäischer Wirtschaftsraum). Und tatsächlich werben in den letzten Jahren vermehrt ausländische Versicherer um deutsche Privatpatienten.

Der Sommer steht vor der Tür! Viele Bundesbürger werden in den kommenden Wochen wieder aufbrechen, um ihren wohlverdienten Jahresurlaub zu genießen. Vor allem, wenn man in ferne Gefilde reist, sollte man dabei auch eine Auslandsreise-Krankenversicherung im Gepäck haben. Sonst kann sich der Urlaub schnell als Kostenfalle entpuppen, wenn man krank wird und auf ärztliche Behandlung angewiesen ist.

Private Krankenversicherung: Privatpatienten haben das Recht, in einen günstigeren Tarif der eigenen Versicherung mit ähnlichem Leistungsumfang zu wechseln, falls ein solcher existiert. Und tatsächlich kann man dabei -abhängig vom Anbieter- mitunter Prämien sparen. Aber Vorsicht: Ein solcher Wechsel sollte nicht voreilig erfolgen, sondern nur nach Abwägung der Vor- und Nachteile!

Im Internet finden sich vielfach Werbeanzeigen, die eine private Krankenversicherung für 59 Euro Monatsbeitrag versprechen. Auch auf seriösen Seiten wie etwa Spiegel Online oder n-tv sind die Anzeigen zu finden. Doch vertrauenswürdig sind diese Angebote nicht, wie aktuell der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) warnt. ...

Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung werden Erkrankungen, die zum Zeitpunkt der Antragsaufnahme bestehen oder schon vorher bestanden, berücksichtigt. Für diese müssen Versicherte zusätzlich einen sogenannten Risikozuschlag zur Versicherungsprämie zahlen. Allerdings müssen sie diesen zusätzlichen Betrag nicht ein Leben lang zahlen, wenn die Krankheit ausgeheilt ist. Das gilt vor allem auch für mögliche Fehldiagnosen. G ...