Pflegefall: Wie groß ist die eigene finanzielle Lücke?

Pflegebedürftigkeit kann erhebliche zusätzliche Kosten verursachen. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt dabei nicht automatisch sämtliche Ausgaben. Trotzdem muss die Antwort nicht für jeden gleich aussehen: Entscheidend ist, wie groß die persönliche Finanzierungslücke im Pflegefall tatsächlich wäre.

Eine aktuelle YouGov-Befragung zeigt, dass sich 67 Prozent der Erwachsenen für eine mögliche Pflegebedürftigkeit finanziell schlecht oder sehr schlecht abgesichert fühlen. Gleichzeitig haben nur neun Prozent eine private Pflegezusatzversicherung. Das allein sagt allerdings noch wenig über die individuelle Vorsorge aus. Auch Einkommen im Alter, vorhandenes Vermögen und andere Rücklagen können zur Finanzierung beitragen.

Wer vorsorgen möchte, sollte deshalb zunächst eine Bestandsaufnahme machen: Mit welchen Leistungen der Pflegeversicherung könnte ich rechnen? Welche laufenden Einkünfte hätte ich im Pflegefall? Welche Rücklagen wären verfügbar – und welche monatlichen Kosten müsste ich voraussichtlich selbst tragen? Erst daraus ergibt sich eine mögliche Versorgungslücke.

Zeigt sich dabei eine größere Lücke, kommen verschiedene Möglichkeiten infrage: zusätzliche Rücklagen ebenso wie eine private Pflegezusatzversicherung. Bei einer Versicherung sollte nicht allein der Beitrag verglichen werden. Wichtig ist beispielsweise, wann und in welcher Höhe Leistungen gezahlt werden, für welche Pflegegrade sie gelten und ob die Beiträge langfristig ins eigene Budget passen.

Quelle: YouGov im Auftrag von Swiss Life Deutschland, Befragung von 2.015 Erwachsenen, September 2026.